.NET Entwicklungstools

Neben dem von Microsoft verfügbaren Visual Studio .NET, welches in diversen Varianten angeboten wird, lassen sich mit dem .NET-Framework SDK (und ggf. mit der .NET-Redistributable unter Windows 9x) .NET-Anwendungen in Visual Basic und/oder C# entwickeln. Dieser Ansatz ist im Buch "Visual Basic .NET - Magnum" beschrieben. Um die Entwicklung etwas komfortabler zu gestalten, empfiehlt sich der Zugriff auf frei verfügbare Entwicklungstools, die geschickt kombiniert, eine komplette Entwicklungsumgebung ergeben. Nachfolgend finden Sie ein kurze Übersicht über solche Tools sowie Hinweise zum Einsatz.

SharpDevelop

Dies ist ein hoffnungsvoller Ansatz einiger Enthusiasten, die eine kleine IDE entwickeln, die sich für Visual Basic und C# nutzen lässt. Der Editor unterstützt Syntax-Highlighting und mit der IDE lassen sich auch kleine Projekte anlegen.

Diese freie Entwicklungsumgebung (.NET Development Environment) lässt sich in der jeweils neuesten Version von der Webseite www.icsharpcode.net kostenlos herunterladen. Der Quellcode des in C# geschriebenen Werkzeugs ist ebenfalls verfügbar.

Anmerkung: SharpDevelop ist ein schöner Ansatz, der bisher (Ende 2002) leider auf "halbem Weg stehen geblieben ist". So besteht das Problem, dass die Entwickler auf C# fokussiert sind und Visual Basic mehr oder weniger ein Anhängsel darstellt. Das Editieren von Quellcodes klappt zwar, aber die Compilierung von Windows 32 EXE-Anwendungen wird recht stiefmütterlich behandelt - egal welche Zieloption gesetzt ist, die IDE erzeugt immer Code für Windows-Konsoleanwendungen etc. Dies ist auch der Grund, warum ich (im Herbst 2002) die DotNET-IDE geschrieben habe, die das Ganze mehr auf Visual Basic fokussiert und die nervigen Befehle zum Übersetzen auf Konsoleebene automatisiert. Trotzdem empfiehlt es sich, einmal in das Programm hineinzuschnuppern und sporadisch nach neuen Versionen Ausschau zu halten (mittlerweile gibt es einen Forms-Designer - es gibt also Hoffnung).

SharpDevelop

DotNET-IDE

Diese kleine IDE wird im Buch behandelt. Ich habe sie geschrieben, um mir das Compilieren und Testen der Buchbeispiele, die auf dem .NET-Framework (SDK und Redistributable) aufsetzen, zu erleichtern. Die IDE läuft auch unter Windows 9x und erlaubt eine Entwicklung von .NET-Anwendungen auf dieser Betriebssystemplattform.

Standardmäßig ist der Windows-Editor in dieser IDE eingebunden. Die Hilfe erläutert aber, wie sich die Umgebung anpassen lässt. So ist es kein Problem, den nachfolgend vorgestellten Editor Proton von Ulli Meybohm einzubinden. Dann verfügen Sie sowohl über eine Zeilennummerierung als auch über Syntax-Highlighting der Befehle. Verwenden Sie dann noch den Reflector for .NET von Lutz Röder, verfügen Sie auch über einen Klassenbrowser. Zusammen mit der .NET-Framework SDK-Hilfe geht es dann schon ganz nahe an VB.NET heran. Also noch eine Small-Budget-Alternative zu Visual Studio .NET.

Ordner Bemerkung
DotNET-IDE.V2.5.Ger.exe
DotNET-IDE.V2.5.Ger.zip
Die lokalisierte deutsche Fassung der IDE als vertreibbares ZIP-Archiv (DotNET-IDE.V2.5.Ger.zip) und als selbstextrahierendes Archiv (DotNET-IDE.V2.5.Ger.exe).

Die Hilfe der DotNET-IDE enthält Hinweise, wie Sie die Benutzeroberfläche, den verwendeten Editor oder die Pfadangaben für die .NET-Framework-Compiler über die config-Datei anpassen. Die IDE benötigt .NET-Framework (Redistributable), um ablaufen zu können.

Weitere Fassungen sowie den Quellcode gibt es auf der Begleit-CD zum Titel "Visual Basic .NET - Magnum".

Proton-Editor

Dieser Freeware-Editor wurde von Ulli Meybohm während seiner Studienzeit geschrieben und stellt ein prima Tool zum Erstellen von Quellcodes dar. Der Editor unterstützt verschiedene Programmiersprachen, also auch Visual Basic und C#, mit Syntax-Highlighting, Zeilennummerierung und mehr.

Sie können die um die 500 KByte große Distribution aber sehr fix als ZIP-Archiv aus dem Internet herunterladen (www.meybohm.de).

Tipps: Der Editor braucht keine Installation und keine Laufzeitumgebung. Einfach das ZIP-Archiv in einen Ordner der Festplatte entpacken und die exe-Datei starten. Achten Sie beim Entpacken darauf, dass die Pfadangaben im ZIP-Archiv angewandt werden. Die Syntaxschemata müssen in einem getrennten Unterordner \syntaxschemes hinterlegt sein, sonst klappt das Syntax-Highligthing nicht. Wenn Sie die Datei Proton.exe in Notepad.exe umbenennen und DotNET-IDE.exe samt den Unterordnern in das Verzeichnis des Editors kopieren, läuft die DotNET-IDE mit Proton. Alternativ können Sie die DotNET-IDE.exe.config öffnen und den Value-Wert in der Zeile <add key="Editor.Text" value="Notepad.exe" /> so anpassen, dass er den Pfad und Dateinamen des Proton-Editors enthält.

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